LaLaBü – Erben will gelernt sein • am besten in Laßnitzhöhe

So ein Pech, gestern war die letzte Vorstellung dieses turbulenten Lachschlagers in der Aula der Neuen Mittelschule in Laßnitzhöhe. Hoffentlich hat sich niemand die köstliche Komödie „Erben will gelernt sein“ von Uschi Schilling entgehen lassen, denn wo könnte man erben besser lernen als in einer Inszenierung des regionalen Theaterurgesteins Manfred Gmoser, der diesmal bei der LaLaBü, der Laßnitzhöher Laienbühne nicht nur in einer Hauptrolle glänzte, sondern auch für die brillante Regie gesorgt hatte.
Mit Nadja Herud hatte das Ensemble auch heuer wieder eine Debütantin in ihren Reihen, die mit ihrer unverdrossenen Natürlichkeit und Frische wuchtige Bühnenpräsenz in einer dominanten Rolle bewies. Wie harmonisch sich die Neuzugänge der letzten Jahre in das Ensemble integriert haben, zeigt das flüssige Spiel, das einmal mehr wie aus einem Guss erscheint. Der gebürtige Niederländer Berend Kiers etwa – Debüt 2016 in „Immer wieder nachts um vier“ – spielt einen ihm auf den Leib geschriebenen holländischen Türken, Michaela Weissl stellt einmal mehr ihre enorme Wandlungsfähigkeit innerhalb einer Rolle unter Beweis, wie auch Manfred Gmoser mit der typenspezifischen Besetzung der jeweiligen Rollen ein feines Händchen beweist und damit auch die Erwartungen des Publikums an das Spiel „ihres Stars“ virtuos bedient.
Mit perfekter Mimik, unübertrefflichem Körpereinsatz und präzisen Pointen rissen die Darsteller ihr Publikum bereits bei der überaus gut besuchten Premiere geradezu von den Stühlen und zu Begeisterungsstürmen hin!
Hoffentlich haben Sie sich das angeschaut!
Mag. Herbert Kampl

« 1 von 7 »