Herr Mann – Das Teufelsweib mischte Kumberg ordentlich auf

Und wieder fand die Theatergruppe Kumberg ein Stück, das kaum jemand kennt und erfüllte eine groteske, aber dennoch aus dem Alltag gegriffene hochkarätige Lachnummer mit prallem Leben: Eigentlich die älteste Geschichte der Welt, Frau ertappt Mann in flagranti und – selbst die Hölle kennt keinen ärgeren Zorn als den eines gekränkten Weibes, noch dazu angestachelt von der ebenfalls gerade erst geprellten Freundin – beschließt sich zu rächen. Soweit, so altbekannt, aber wie sie das tut und welche Verwicklungen aus der Raffinesse der beiden Rachegöttinnen  entstehen, ist von geradezu paradiesischer Komik!   Birgit Strobl und Julia Eibisberger bringen eine geradezu göttlich zu nennende Komik auf die Bühne des Pfarrsaals Kumberg und auch Julia Pechmann gibt die ultracoole Polizistin zum hinknien. Philipp Narat gäbe als gehörnter Ehemann, der sich zwecks Ermittlung als Frau verkleidet, auch eine hervorragende Charleys Tante ab, dann wäre wohl Birgit Strobl, die Klempner Patrick Schwarz zu Tarnungszwecken die Montur vom Leib reißt, als Charleys Onkel zu kategorisieren… Den schwarzen Peter hatten heuer Claudia Mauthner und Christoph Eibisberger als Chef und Sekretärin gezogen, die das höllische Rache-inferno für etwas ertragen müssen, wozu sie nie kommen, weil immer etwas dazwischen kommt. Umso überraschender der Schluss – für eine Komödie!

Ich hoffe, Sie haben sich das angeschaut

Mag. Herbert Kampl

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